Lothar Späth

Wirtschaft
Lothar Späth war einer der erfolgreichsten Ministerpräsidenten Deutschlands. Er hat in seiner Regierungszeit die Weichen gestellt für den wirtschaftlichen Erfolg, den Baden-Württemberg in den vergangenen Jahrzehnten feiern konnte.
Aber auch wenn seine aktive Zeit als Politiker schon etwas her ist, als sein Nach-Nach-Nach-Nachfolger im Wahlkreis Bietigheim kann ich eines sagen: In ganz vielen Gesprächen, die ich in den Unternehmen im Wahlkreis und im Land führe, wird Lothar Späth nach wie vor in den höchsten Tönen gelobt, wird er verehrt …. Und vermisst.
Warum? Der Grund dafür ist nicht, dass die CDU seitdem keine fähigen und erfolgreichen Politiker mehr gehabt hätte. Es ist vielmehr der Politikstil Lothar Späths, der ihm eine Sonderstellung verschafft hat.
Späth führte das Land wie ein Unternehmer sein Unternehmen führt. Er begriff die Probleme der Wirtschaft schnell und er entwickelte sehr erfolgreich politische Lösungen.
Seine vielleicht wichtigste Erkenntnis war, dass das Bundesland Baden-Württemberg immer innovativer sein muss als andere. Das hatte Späth begriffen, lange vor den Bayern. Und an diesem Punkt stehen wir heute wieder. Wir müssen wieder innovativer und mutiger werden, und wir müssen wieder lernen, die Ärmel hochzukrempeln.
Eine große Portion des Späthschen Politikstils wäre ein Segen für dieses Land. Mehr Pragmatismus statt Ideologie, mehr politische Entschlossenheit statt philosophischer Nachdenkerei, mehr Fortschrittsoptimismus statt Verzichtsrhetorik.
Nicht alles, was Lothar Späth angepackt hat, wurde zum Erfolg. Aber ER wartete nicht darauf, bis ihm jemand ein perfektes Konzept ausgearbeitet hatte. Ihm genügte eine zündende Idee oder ein erfolgreiches Beispiel, um „seinen“ Projekten den politischen und finanziellen Schub zu geben.

 

Das ist genau DAS Erfolgsrezept der größten Softwareunternehmen wie Google und Microsoft: Die warten nicht bis zur perfekten Lösung. Die gehen mit einer guten oder sehr guten Idee auf den Markt und warten auf die Kundenresonanz inklusive der Fehlermeldungen. Mit jedem Update werden sie dann besser und kundenorientierter. Bei uns hingegen – besonders in der Politik und in den Verwaltungen – ist man immer auf der Suche nach Perfektion. Deshalb diskutieren wir jedes Detail -zigmal rauf und runter und schreiben lange Gesetze mit Regelungen für jede Ausnahme.
Nichts gegen Beamte, aber man wird mir zustimmen: Verbeamtete Bedenkenträger gabs damals zu viel und heute auch. Lothar Späth wollte schnell sein, Dinge bewegen, Neues ausprobieren. Wenn ihm jemand sagte „das geht nicht“, dann hat er ihn beim nächsten Mal einfach nicht mehr gefragt. Inzwischen macht man in diesem Land das krasse Gegenteil. Heutzutage pflegt man die Politik des „Gehört-Werdens“. Deshalb braucht man sich aber auch nicht zu wundern, wenn jedes einzelne Windrad 7 Jahre Zeit braucht.
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