Warum ein Verbrennerverbot nicht sinnvoll ist

Auto Umwelt

Wir müssen die CO2-Belastung im Verkehr reduzieren. Entscheidend ist die Frage, wie viele Emissionen das Fahren verursacht. Das Ziel ist das Wichtigste. Nicht der Weg. Deshalb ist die Diskussion um die  Antriebsart zweitrangig.
In unserem Bundesland, in dem die Geburtsstätte des Autos liegt und wo die besten Autos der Welt gebaut werden, ist die Transformation in die E-Mobilität am schwierigsten. Während anderswo mit billigem Baugrund um die Ansiedlung neuer batteriebetriebener Automobilproduktionen geworben wird, müssen bei uns bestehende Produktionen „umgebaut“ und zigtausende qualifizierter Arbeitskräfte „umgesetzt“ werden. Einigkeit bei den großen Zulieferern des Landes wie Mahle, Bosch, Elring-Klinger und Mann+Hummel besteht darin, dass sie die Übergangszeit nutzen und nutzen müssen, um mit den bisher erfolgreichen Spitzenprodukten das Geld zu verdienen, das sie zur Entwicklung der Komponenten der „Neuen Mobilität“ benötigen. Und dies sind Hunderte Millionen Euro.
„Die beiden politischen Hauptaufgaben heißen Ladeinfrastruktur und Ausbau der regenerativen Energien“. (Tobias Vogt)
Während sich die Automobilwirtschaft auf den Weg in die E-Zukunft gemacht hat, sollte sich die Politik nun (nicht mehr mit dem Verbrennerverbot und Fristvorgaben für den Umstieg) beschäftigen. Die beiden politischen Hauptaufgaben heißen Ladeinfrastruktur und Ausbau der regenerativen Energien.

Je mehr die E-Mobilität (und damit ist mehr gemeint als das E-Auto) an Bedeutung gewinnt, desto mehr stellt sich die Frage, woher wir den Strom hierfür bekommen. Nach dem Ausstieg aus Kernkraft und Kohle tut sich in Deutschland ein immer größeres Loch zwischen Strombedarf und Eigenstromproduktion auf. Wenn wir aber nicht auf Dauer auf Importe für unsere vermeintlich saubere E-Mobilität angewiesen sein wollen, muss mit Hochdruck die Produktion von regenerativer Energie hochgefahren werden. Allerdings wird dieses Vorhaben ausgerechnet durch so genannte „Umweltverbände“ blockiert, die mit größter Leidenschaft Klagen gegen Windenergieprojekte einreichen.
Die EnBW will bis 2025 insgesamt 2.500 neue Schnellladestandorte bauen, an denen in 5 Minuten bis zu 100 Kilometer Reichweite geladen werden können.
Der derzeit noch größte Bremsklotz beim Umstieg auf E-Fahrzeuge liegt im Ausbau der Ladeinfrastruktur. Pro Woche werden deutschlandweit gegenwärtig etwa 200 Ladestellen neu gebaut – um den künftig absehbaren Bedarf zu decken müssten es aber 2000 sein. Wer in Baden-Württemberg stromtanken will, hat es noch vergleichsweise komfortabel: Rund 20% aller deutschen Ladesäulen stehen in Baden-Württemberg. Ist eine Reise quer durch Deutschland aktuell noch eine Herausforderung – eine Autofahrt nach Süd- oder Osteuropa mit dem E-Auto ist derzeit faktisch noch unmöglich.
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Tobias Vogt

Wirtschaftspolitiker, Gemeinderat, Vereinsmensch und Familienvater

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